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Wie überwindest du das Schlimmste, das dir je passiert ist?

1985 hat Kathleen ihren Bruder Eddie verloren, ein US-Soldat, der von der RAF (Rote Armee Fraktion) getötet wurde, um mit seinem Truppenausweis Zugang zur Rhein-Main Air Base zu bekommen. Nun, Jahrzehnte später, entscheidet sie sich, die Verantwortlichen zu suchen. To Germany, With Love folgt Kathleens Reise durch Deutschland, ihren Begegnungen mit den alternden ehemaligen RAF-Mitgliedern. Eine Kriminalgeschichte und ein Psychodrama. Man erlebt die Geschichte durch die Augen der Filmemacherin Desireena Almoradie, einer Kindheitsfreundin von Kathleen. Als Kathleen versucht, eine Verständigung mit den ehemaligen Terrorist*innen zu erreichen, werden Erinnerungen geweckt, Beweggründe enttarnt, zeigen sich Reue und Trauer.

Ein ergreifendes, historisch wertvolles Plädoyer für Verständnis und Versöhnung.

Den Trailer ansehen.

Für Screening-Wünsche und andere Fragen senden Sie uns eine E-Mail: info@togermanywithlove.com.

Die persönliche Geschichte und der Kontext der RAF-Zeit wird unaufgeregt und historisch korrekt, ohne ideologischen Eifer und boulevardeske Gesten erklärt – etwas, was dem deutschen Film bisher noch nicht gelungen ist. Kathleen will begreifen, und der Film begleitet sie dabei, ohne zu werten, ohne Voyeurismus, und auch ohne die sich äußernden Ex-RAFler*innen zu verurteilen. Er erreicht Nähe, ohne aufdringlich zu sein, emotionale Tiefe, ohne zu verschnulzen und hält die notwendige Distanz, um als Dokumentation zu funktionieren. Ein rundum gelungener Film, der die Notwendigkeit und dieSchwierigkeiten von Restorative Justice aufzeigt.

-Theresa Bullmann, TOA Magazin